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KZ-Gedenkstätte Neuengamme

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Friedrich-Wilhelm Rex

Biographie von Friedrich-Wilhelm Rex, geboren am 8.9.1912 in Berlin-Neukölln. Rex brach seine Lehre als Maler ab und arbeitete fortan als Hilfsarbeiter. Im 1933 kam er zum Reichsarbeitsdienst. 1938 wurde er zum Grenzschutz an die polnische Grenze versetzt. Im Jahr 1940 kam er als Obergefreiter der Wehrmacht an die Ostfront. Aufgrund gesundheitlicher Probleme folgten verschiedene Lazarettaufenthalte und eine Versetzung zur Bahnpolizei. 1943 kam er wieder an die Ostfront, wo er sich eine Schädelverletzung zuzog und für frontuntauglich erklärt wurde. Er wurde in ein Grenadier-Ersatzbataillon versetzt und übernahm 1944 als Kommandoführer die Leitung eines Kriegsgefangenenlagers. 1944 wurde er in die Waffen-SS übernommen und als Wachmann im KZ Auschwitz eingesetzt. Im Januar 1945 folgte seine Versetzung in die Sonderformation Dirlewanger. Noch im selben Monat wurde er bei Räumungstransport des KZ Mauthausen eingesetzt, von wo aus er im Februar 1945 in das Außenlager Hannover-Mühlenberg des KZ Neuengamme kam und dort als Wachmann Dienst tat. Im April 1945 begleitete er einen weiteren Häftlingstransport in das KZ Bergen-Belsen. Nach dem Krieg lebte Rex bis 1961 unter falschem Namen und wurde in den 1970er enttarnt. 1976 leitete die Staatsanwaltschaft Hannover ein Ermittlungsverfahren ein. 1980 folgte eine Verurteilung wegen Mordes zu sechs Jahren Haft durch das Landgericht Hannover. Aus gesundheitlichen Gründen wurde Rex von der Haft verschont. Über sein weiteres Leben ist nichts bekannt.  
 

Art des Mediums:

Text   (Format: Digitales Medium)
 

Sprache:

Deutsch
 

Herausgeber:

KZ-Gedenkstätte Neuengamme
 

Veröffentlicht:

Hamburg: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2005
 

Signatur:

J3.1020
 

Rechtliche Bedingungen:

alle Rechte vorbehalten